MBX 7R Setupfragen

Der Mugen MBX 7R weist im Vergleich zu seinem Vorgänger nur sehr wenige Änderungen auf, die jedoch das Fahrverhalten massiv beeinflussen….

Wer die ersten Liter mit seinem neuem Buggy gefahren ist, wird feststellen, dass dieser sich komplett anders verhält und die üblichen Setupmassnahmen nicht ganz so fruchten wie gewünscht.

Postiv

dürften viele zur Kenntnis genommen haben, dass der MBX 7R extrem viel Lenkung besitzt und schon ohne Overdrive beim Gas geben in die Kurve zieht.

Schwierigkeiten dürfte dabei ein ausbrechendes Heck machen.

Die Lösung

ist etwas komplexer.

Ursache für das Ausbrechen des Hecks sind wohl die neuen Lenkhebel an der Vorderachse, die das Fahrzeug beim Lenken dazu zwingen sich mehr zu neigen.

Vereinfacht dargestellt, oder verglichen mit dem Mugen MBX 7 hat man den gleichen Effekt, wie wenn der Stabilisator auf der Hinterachse zu dünn war, damit knickte das Fahrzeug ein und verlor an Griff.

Lösungs. 1 – Dämpferfedern

Die Dämpfer des Mugen MBX 7R sollten an der Hinterachse am Querlenker innen eingehängt werden und die Dämpferfedern E0554 werden dringendst empfohlen.

Damit „stützt“ sich die Hinterachse mehr ab und der „Effekt“ verringert sich.

Lösungs. 2 – Viskosität Dämpferöl

Während beim MBX-7 noch vorne und hinten unterschiedliche Viskositäten eingesetzt wurden, empfiehlt es sich jetzt das selbe Dämpferöl auf beiden Achsen zu fahren – also im Vergleich zum Vorgänger auf der Hinterachse härter.

Lösungs. 3 – Ausfederweg Hinterachse

Durch vergrößern des Ausfederweges kann der Effekt des Ausbrechens verringert werden. In den Setups von Lee Martin liest man z.B. etwas von 116mm, diese haben sich nur bei geübter Fahrweise bewährt. 118mm sind wesentlich einfacher zu handhaben.

Lösungs. 4 – Stabilisator Hinterachse

Der Einsatz eines dickeren Stabis wirkt einem Wegknicken der Hinterachse entgegen, und vermittelt so mehr Griff.

Lösungs. 5 – Dämpferkolben

Ich habe bezüglich der Dämpferkolben jetzt einiges ausprobiert.

8×1.3 vermittelt einen schwammigen Eindruck, der beim Herausbeschleunigen an Griff vermissen lässt, geht aber über löchrige Passagen ganz gut drüber.

8×1.2 vermittelt ein superpräzises Fahrgefühl, regiert sehr genau und direkt, beim Herausbeschleunigen bieten diese Dämpferkolben sehr viel Griff, dafür sind kleinste Unebenheiten kaum zu bewältigen.

6×1.3 wurden selbst gebohrt. Von Mugen gibt es vorbereitete Kolbenplatten, die einfach gebohrt werden können. Mit diesen Dämpferkolben bekommt man einen Kompromiss der sich ziemlich genau zwischen 8×1.2 und 8×1.3 ansiedelt.

Komplett falsch

Als komplett falsch hat es sich erwiesen, die Hinterachse auf mehr Griff zu bauen. Mehr Vorspur oder kürzere obere Querlenker machen das Fahrzeug unfahrbar.

Der oben beschriebene Effekt wird dann vollkommen unkontrollierbar und ändert sich je nach verwendetem Profil. Grund dafür ist, dass der bereits bestehende hohe Griff der Hinterachse nochmals erhöht wird und ab einem bestimmten Moment jedoch die Reifen und das Profil den Halt verlieren und man schlagartig damit das Heck verliert.